Trinkwassernetzverwaltung

Das Wasserversorgungsnetz für den Transport von Trinkwasser besteht aus zahlreichen Anschlüssen und Verbindungsleitungen, Erzeuger- und Aufbereitungswerken (Brunnenbau, Wasserfassung, Pumpstationen) sowie Infrastrukturen zur Wasserlagerung und -versorgung.

 

 

Die sowohl Elektronik, EDV als auch Telekommunikation umfassende Fernwirktechnik ist auf allen Netzebenen präsent. Als unumgängliches Element wurde sie zum Bindeglied, das es dem Netzbetreiber ermöglicht, das Versorgungsnetz ständig zu überwachen und aus der Ferne zu verwalten. Die Fernwirktechnik trägt somit wirkungsvoll zur unterbrechungsfreien Versorgung sowie zur Qualität des Leitungswassers bei.

 

Beispiele fernverwalteter Werke und Kontrollpunkte

Brunnen:

  • Messung des Wasserstands, des Durchsatzes, des Drucks
  • Funktionskontrolle der Pumpen
  • Pumpensteuerung und Automatisierung
  • Überwachung von Unterbrechungen, Störungen...

Aufbereitungsanlagen:

  • Messung des Wasserstands, des Durchsatzes, des Drucks...
  • Messung der Wasserqualität (pH, Trübung...)
  • Schaltelemente der Pumpen, Schieber...
  • Steuerung der Prozesse, Automatismen
  • Überwachung der Betriebszeiten 
  • Erfassung des aufbereiteten Wasservolumens...

Reservoirs:

  • Messung des Wasserstands, des Drucks...
  • Überlaufalarm
  • Erfassung des verteilten Volumens
  • Einbruch, Zutrittskontrolle...
 

 

 

Fokus auf die Vorteile der Fernwirktechnik mit Punkt zu Punkt Kopplung

Bei der Punkt zu Punkt Kopplung wird das Reservoir mit der jeweils versorgenden Pumpstation verknüpft. Jedes Werk verfügt über Fernwirkstationen bzw. Datenlogger, über die der Standort überwacht wird. Die Geräte kommunizieren automatisch untereinander und zwar am häufigsten per Funk, GSM/GPRS oder über Privatleitungen. Die am Reservoir installierte Fernwirkstation überwacht den Wasserstand mittels Schwimmerschalter oder über eine Analogsonde. Sie stellt die Verbindung her und übermittelt der Anlage die je nach Wasserstand erforderlichen Pumpbefehle.

 
Die Fernwirkstation der Anlage steuert die Ein- und Ausschaltung der Pumpen entsprechend den vom Reservoir empfangenen Angaben. Die Punkt zu Punkt Kopplung ermöglicht zusätzlich zur Regelungstechnik die Optimierung der Reservoirfüllung und der Betriebszeit der Pumpen gemäß der günstigsten Stromtarifstufe.